IPPC-Sireximmunisierung

Die Globalisierung führt zu einem ständig zunehmenden weltweiten Warenaustausch, wobei der preiswerte, nachwachsende Rohstoff Holz eine große Rolle spielt.
Jedoch kann der Naturwerkstoff Holz Schädlinge enthalten, die in anderen Ländern erhebliche Schäden anrichten könnten.

Die Aufgabe der UN- Unterorganisation „International Plant Protection Convention“ (IPPC) ist es die Verbreitung und Einführung von Krankheiten an Pflanzen und Pflanzenprodukten zu verhindern und zu kontrollieren.

Mit dem von ihnen entwickelten IPPC- Standard „ISPM 15“ (International Standard of Phytosanitary Measures – internationaler Standard für pflanzengesundheitliche Maßnahmen) wurde die Basis für eine weltweite Vereinheitlichung der Schutzmaßnahmen und Einfuhrvorschriften geschaffen.

Die „ISPM 15“ gilt nur für Vollholz, somit aber auch für Paletten. Ausgenommen sind Holzwerkstoffe und Vollholz dünner als 6 mm.

Anerkannte Maßnahmen zur Behandlung der Verpackung sind die Hitzebehandlung oder die Begasung mit Methylbromid. Die so behandelten Materialien werden anschließend mit einem Stempel gekennzeichnet.

Die dreiso GmbH wendet die Hitzebehandlung (HT- Heat Treatment) in eigenen Trockenkammern des Herstellers Mühlböck an.
Hier wird das Palettenholz auf eine mittlere Holzfeuchte von ca. 18 % getrocknet. Dies hat den positiven Nebeneffekt, dass die immer im Holz befindlichen oder dem Holz anhaftenden Schimmelpilzsporen abgetötet werden.
Eine nachträgliche Bildung von Schimmel an den Paletten kann daher ausgeschlossen werden. Ferner werden Harzkanäle und Harzgallen durch die hohe Wärme ausgetrocknet, so dass dem Holz keine klebrigen Harzspuren anhaften. Die behandelte Holzpalette, Sonderpalette, Europalette oder CP-Palette ist an zwei gegenüberliegenden Seiten mit einem von der FAO anerkannten Logo markiert. Die Kennzeichnung muss gemäß der Pflanzenbeschauverordnung von einem regelmäßigen Rechteck umschlossen sein, und das Symbol ist von dem Rest der Kennzeichnung durch eine senkrechte Linie zu trennen.
Die Ausstellung eines Pflanzenschutzzeugnisses oder einer Bestätigung über die Behandlung der Paletten ist nicht mehr notwendig.

Der IPPC-Stempel ist völlig ausreichend und weist auf die erfolgte Behandlung der Palette hin.

palletten-ippc-kennzeichnung

Die Paletten sind nach der Behandlung mit dem vorgeschriebenen IPPC- Logo an zwei gegenüberliegenden Seiten zu markieren.

Das Kennzeichen setzt sich zusammen aus der Länderkennung nach ISO 3166 (z. B. DE für Deutschland), der Kennung für die Region (z. B. RP für Rheinland Pfalz) sowie einer Registriernummer, die durch das regionale Pflanzengesundheitsamt dem Packmittelhersteller (einmalig vergebene Nummer beginnend mit 49).

Hinsichtlich der Behandlungsmethode wird das Kürzel HT für die Hitzebehandlung oder MB für die Begasung mit Methylbromid angegeben.

Gegebenenfalls ist die Angabe DB (debarked) hinzuzufügen, die bezeugt, dass die Palette aus entrindetem Holz hergestellt ist.

Weitere Infos bezüglich ISPM 15/IPPC finden Sie auf folgenden Links:

Offizielle Website der IPPC:
https://www.ippc.int

Liste von Länder für die die Anwendung des ISPM Nr. 15 amtlich bestätigt oder angekündigt und dies bekannt ist:
http://pflanzengesundheit.jki.bund.de/index.php?menuid=48&reporeid=40

Regelung von Holzverpackungsmaterial im internationalen Handel:
http://pflanzengesundheit.jki.bund.de/dokumente/upload/e7784_ispm_15_2009_kons_2013.pdf